Mauerschwalben in Dresden

Tag der Stadtnatur in Dresden zeigt Flora und Fauna

Füchse laufen durch die Dresdner Innenstadt, ein Biber wohnt im FKK Freibad Wostra und an der Waldschlößchenbrücke soll die Kleine Hufeisennase flattern. Dresden bietet der Natur ein großes Spektrum an unterschiedlichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen – auch für stark gefährdete Arten wie den Wachtelkönig, der in den Elbwiesen gehört wurde. Die Stadtnatur, wie die Lebensräume für Flora und Fauna im städtischen Gebiet heißen, steht am Samstag, den 30. Mai 2015 im Fokus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Dresden (BUND) veranstaltet gemeinsam mit zwölf Akteuren den „Tag der Stadtnatur“ und bietet ein nahezu 24-stündiges Programm mit 15 Veranstaltungen.

„Dresden ist eine attraktive Stadt, nicht nur wegen ihrer historischen Kulturgüter sondern auch als Wirtschaftsstandort. Sie verzeichnet einen stetigen Bevölkerungszuwachs. Die Wald- und Grünflächen unterliegen deshalb einem immer größeren Nutzungsdruck durch Bebauung, Versiegelung und Erholung. Es gibt jedoch auch viele gute Bespiele wie man mit der Stadtnatur umgehen kann und welches Potenzial sie hat. Wie so etwas gehen kann, das wollen wir den Bürgern der Stadt Dresden beim Tag der Stadtnatur zeigen“, sagt Jutta Wieding, Vorsitzende beim BUND Dresden.

Bei den Führungen und Mitmach-Aktionen wollen die Veranstalter auch auf die Probleme für wilde Tiere im Großstadtdschungel hinweisen. Wandernde Tiere wie Hasen, Füchse oder Steinmarder stehen vor den Problemen, die ihnen die weitere Versiegelung und Zerschneidung der Lebensräume bereiten. „Eine übermäßige Pflege der öffentlichen sowie privaten Grünanlagen zerstört Lebensräume für Insekten und in dessen Folge die Nahrungsgrundlage vieler Vögel“, sagt die Initiatorin Ramona Hodam, die auch BUND Dresden-Vorstandsmitglied ist.

Ein wichtiger Rückzugsraum für Dresdens Tierwelt ist der Große Garten mit einer Fläche von etwa 1,47 Quadratkilometern, wie der Betreiber angibt. Als größte zusammenhängende Grünanlage im innerstädtischen Gebiet bietet er mit Altbäumen, Wiesen und Wasserflächen ideale Lebensbedingungen für viele Pflanzen und Tiere. Auch Friedhöfe erfüllten als Stätten der Ruhe und Besinnung zugleich Biotop- und Trittsteinfunktionen für zahlreiche Tierarten. Manche Areale in Dresden unterliegen einem besonders hohen Druck. „Das betrifft vor allem die Dresdner Elbwiesen und den genannten Großen Garten Auf Grund der zunehmenden Bebauungsdichte im innerstädtischen Bereich und dem damit verbundenen Verschwinden von Freiflächen im Wohnumfeld zieht es immer mehr Menschen in die verbleibenden Gebiete. Dies hat zur Folge, das Tierarten, die auf ungestörte Bereiche angewiesen sind, verschwinden werden“, so Wieding.

Die Bewohner der Stadt können jedoch laut Wieding selbst helfen, die Stadtnatur in Dresden zu schützen oder sogar zu fördern. „Der verantwortungsvolle Umgang mit dem „Stadtgrün“, wie Wiesenflächen und Bäumen, sollte selbstverständlich sein“, sagt sie. Unkrautvernichtungsmittel und andere chemische Mittel sollten möglichst gemieden werden. Hilfreich sind hingegen einfache Nistkästen und Insektenhotels im Garten oder auf dem Balkon.

Das ausführliche Programm zum Tag der Stadtnatur finden Sie online auf der Homepage des Veranstalters.

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