Über 1000 Jahre Bier in Sachsen – wo es perlt

Bier ist in unserer deutschen Kultur fest verankert. Wir brauen aus religiöser Motivation, für den Genuss feinster Biere auf dem preislichen Niveau eines Champagners oder um einfach gemeinsam den Feierabend zu genießen. In vielen Regionen geht die Geschichte des Brauens noch weiter zurück als die erste urkundliche Erwähnung. So soll zum Beispiel in Meißen, nur 30 Kilometer westlich von Dresden, der erste Tropfen aus Malz und Hopfen bereits im Jahr 1015 geflossen sein. In Dresden, das erstmals 1206 erwähnt wird, gab es erst 385 Jahre danach eine offizielle Brauerei. Wir erzählen die bierige Geschichte der sächsischen Hauptstadt und seiner Umgebung.

Traditionelles Dresden – wo das Bier fließt

Um Bier ganz traditionell genießen zu können, bieten sich die Niederlassungen des Brauhauses Watzke, das Brauhaus am Waldschlösschen oder auch mittelalterlich anmutende Gastronomie in der Dresdner Altstadt an. Hier wird zünftig zugeschlagen. Das Angebot auf den Bierkarten setzt sich aus Bieren der Region und oft auch Marken aus tschechischen Brauereien zusammen. Dazu gibt es eine leckere Haxe, eine Brezen oder andere Stärkung.

Erfahrung im Umland

Aus Meißen kommt nicht nur hochwertiger Wein der lokalen Hänge, von dort kommt das Meißner Schwerter Privatbräu, eine regionale Marke mit Tradition – ein Vorläufer des Bieres wurde während eines Angriffs auf die Stadt zum Löschen verwendet. Auch in Freiberg wird Bier gebraut, im industriellen Stil. Freiberger ist eine deutschlandweit bekannte und vertriebene Marke. Noch weitläufiger bekannt ist das Bier aus Radeberg. Als erstes Bier welches nach Pilsner Brauart gebraut wurde, gilt es noch heute als Exportschlager. Viele Profis und Kenner sagen, man müsse es einige Wochen lagern, da der Umsatz de Brauerei so groß ist, dass die übliche Zwischenlagerzeit nicht eingehalten werden kann, da der Absatz so groß ist. Eine weitere bekannte Marke kommt aus dem Feldschlösschen Stammhaus.

Bierselig sind die Sachsen

Bereits der bekannte Dresdner Autor Erich Kästner beschrieb die Sachsen und die Region um die Hauptstadt als sehr bierselig. Die Dresdner gelten größtenteils als gemütliche Genießer, welche sich bei einem leckeren Tropfen zurücklehnen wollen. Die Deutsche Kultur, welche sich in Dresden spiegelt, besteht dabei nicht nur aus Sandstein der alten Bauwerke und Traditionsmarken aus Brauereien. Die Stadt lebt noch immer und mit ihr das Bier: Wer aktuelle Geschmäcker aus Dresden genießen will, muss sich aus dem touristischen Umfeld der Altstadt oder der organisierten Busreisen verabschieden und in die Alternative Dresdner Neustadt abtauchen. Die vielen weiteren Erfahrungsberichte rund um das Bier oder andere Ausflugsziele in Sachsen auf GoEuro helfen bei der Suche.

Moderne Haus- und Hofbrauereien sorgen noch immer für Abwechslung

Im Szeneviertel Neustadt läuft einiges anders. An dem Ort, der wie kein anderer für Partymeile steht, wurde auch eine eigene Republik ausgerufen. Die alternativen Strömungen sind in den Randgebieten der Neustadt noch immer zu spüren – auch schmecken kann man diese. Das Bautzner Tor zum Beispiel schenkt lokale Biere aus der Neustädter Hausbrauerei aus. Ob leckeres Hanfbier oder einfach Bio, das Angebot ist lecker und vielseitig. Zuletzt gab es mit dem Vier Vogel Pils ein Projekt von Dresdnern mit südländischem Einfluss. Das Bier vereint kolumbianische und deutsche Braukunst auf eigene Art. Die Marke ist bisher nur in Dresden erhältlich. Seit fast zwei Jahren ist auch das selbstgemachte Bier hier zu Hause. Im craftbeer store können die Bierkenner mehr als 300 Sorten testen.

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