Mafia Mia Foto:Claudia Jacquemin

Karneval im Advent – neue Mafia-Mia-Show rockt das Erlwein Capitol

 

Die Crux ist jedem bekannt, der etwas in Serie gehen lässt, egal ob Auto, Spielfilm oder Show: Die Neuauflage muss mindestens genauso gut, aber eigentlich noch einen Tick besser sein. Das wissen auch die Firebirds, die mit dem Paten und der Mafia-Mia-Dinnershow jedes Jahr eins draufsetzen müssen. Und tatsächlich: Sie haben es wieder mal geschafft. Mit „Karneval in Rio“ stellen sie ein musikalisch-flottes, spielerisch-amüsantes und akrobatisch-originelles Programm auf die Beine – und zwar auf teils wunderschöne brasiliensonnengebräunte Beine.

Das Ganze startet etwas forsch und lässt das Publikum schon die Hände in die Höhe heben, da hat die Show noch gar nicht so richtig angefangen. Mitklatschen erwünscht. Aufstehen und dann weiter im Takt. Der Mut wird belohnt: Die Gäste jubeln bereits beim Anheizen, auch dann, als Sängerin EliZa wie Tina Turner röhrt. Und sogar beim gewöhnungsbedürftig oberkörperfreiem Hüftschwung des Duos Schlicht & Kümmerling.

Firebirds  Foto: Claudia Jacquemin

The Firebirds – mal ruhig, mal rockig.
Foto: Claudia Jacquemin

Das Rezept, welches sich in den vergangenen Jahren bewährt hat, ist leicht abgewandelt wieder ausgestellt worden: Was fürs Auge, was fürs Ohr und natürlich auch für den Gaumen. „Die Filmausschnitte haben wir etwas gestrafft“, erklärt Band-Chef Guido Gentzel. Immerhin: Die Filmkulisse ist echt: Die Crew ist tatsächlich zum Zuckerhut gereist und hat dort – ohne offizielle Genehmigung –  auf teils sehr abenteuerliche Weise gedreht. Was gut zu erkennen ist: Alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß. Den haben sie auch bei der Veranstaltung, beim Singen, Tanzen und Kalauern. Irgendwie alles eine große Party unter Freunden mit dem Unterschied, dass die an den Tischen sitzenden „Freunde“ Eintritt bezahlen.

Zugegeben: Der Schwenk aufs Sterbebett, noch bevor die Suppe gereicht wird, ist wenig charmant. Samba und Salsa wie auch „Himbeergeist zum Frühstück“ a la Hoffmann & Hoffmann richten es jedoch schnell wieder.

Das Malheur des Paten

Die Geschichte? Die ist ein mitunter etwas lockerer roter Faden durch die Show, die Suche nach dem Patenkind des Paten, welches das Geschäft in Südamerika übernehmen und dafür in Dresden erst einmal zum „richtigen“ Mann gemacht werden muss. Entertainer Bert Callenbach bedient mit seiner Doppelrolle jedenfalls recht verschiedene Facetten – wenn er erst mit rauchiger Stimme „das kleeeeeiiiiiine Malheur“ beklagt und kurze Zeit später mit Blümchenleggins über die Bühnentafel stöckelt.

Mit dem Tanzensemble Espírito da Dança Brasil, dem Champagner-Gläser balancierenden Freddy Kenton und dem Bounce-Jongleur Abdi, der frei nach Michael Jackson die Bälle tanzen lässt, kommt ordentlich Geschwindigkeit in den Abend. Die Luftakrobatin Isabel Anobian sorgt für eher ruhige Momente des Staunens.

Und immer wieder: „The Firebirds“, mal ruhig, dann rockig. Mal a capella, dann mit Klavierturnen, mal chanson-charismatisch, dann disco-soundig. Das ganze Programm eben – mit dem Garant, dass sich jeder der 450 Gäste im Erlwein Capitol gut unterhalten fühlt – an der einen Stelle der eine mehr und an der anderen der eine weniger. Unterm Strich jedenfalls, da stimmt`s.

Service:
>> „Mafia Mia V“ kann man bis 10. Januar 2016 fast jeden Abend erleben
>> Karten ab 58,50 Euro inklusive Menü
>> Informationen online

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