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Rhythmen gegen den Regen – zur 9. Schlössernacht wurde mit Schirm getanzt

Vor allem ist es ein Abend der Musik. Doch gleich darauf kam bisher zur Dresdner Schlössernacht im Areal der Dresdner Elbschlösser das Flanieren in schönen Sommerkleidern oder historischen Kostümen. In diesem Jahr jedoch hatte ein Kleidungsstück seinen großen Auftritt, welches es höchst selten auf Mode-Laufstege schafft: das Regencape.

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Schirm und Cape waren wichtige Begleiter. Foto: T. Wolf

Dabei hatte der Spätnachmittag des Sonnabends mit strahlendem Sonnenschein begonnen. Doch auch als der Regen einsetzte, wurde weiter gefeiert – mit Schirm und Cape. Die meisten Bühnen waren ohnehin überdacht und die Künstler schafften es, mit ihren Rhythmen Sommerabendlaune zu erspielen. „Auf die Dresdner ist Verlass“, freute sich Veranstalter Mirco Meinel. „Sie tanzen auch mit Regenjacke, und als der Regen mal stärker wurde, rückten sie unter Schirmen und Torbögen zusammen, holten die Handys raus und diskutierten gemeinsam ihre Wetterapps.“

Verliebte Jungs, Feuerwerk und Illumination

Zum 9. Mal war die Schlössernacht veranstaltet worden – und wiederum mit 6.000 Besuchern ausverkauft. Über 350 Künstler waren auf 16 Bühnen in den weitläufigen Parkanlagen von Schloß Albrechtsberg, Schloss Eckberg, Lingnerschloss und Saloppe zu erleben. So hatte man provisorisch das Römische Bad für die Auftritte verschiedener Chöre hergerichtet. Allerdings hatten die Männer und Frauen dort zeitweise ziemlich Mühe gegen den Trommelwirbel oder die lateinamerikanischen Klänge, die von oben kamen, anzusingen.

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Chorgesang im Römischen Bad. Foto: T. Wolf

Da war es für Purple Schulz deutlich einfacher, die Massen zu begeistern, nicht nur wegen der größeren Popularität und der schallgünstiger gelegenen Bühne an der Ostseite des Schloßes Albrechtsberg. Natürlich gab er seine Ohrwürmer wie „Verliebte Jungs“ zum Besten, aber auch seine neuen Lieder kamen gut an. Ebenso Anklang fanden die Revival-Bands „Slowhand“ und „Rockset“ am Schweizer Haus. Und allerorts wurde – meistens mit Schirm und Cape – im Regen getanzt. Fast noch beeindruckender als im Trockenen war der nasse Schein der vielen Lichter, einfach, weil er sich zahlreich spiegelte. Dem zauberhaften Feuerwerk wie auch der Illuminierung der Fassade von Schloß Albrechtsberg konnte die Witterung ohnehin nichts anhaben.

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