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Vermessungsamt: Grundstücksdaten aus Dresden jetzt einheitlich und digital abrufbar

Das städtische Vermessungsamt hat die Digitalisierung und Zusammenfassung aller Grundstücksdaten in einer einheitlichen Datenbank abgeschlossen. Damit können jetzt für 107.000 Grundstücke und etwa 162.000 Gebäude in Dresden alle Angaben zu Form, Größe, örtlicher Lage, Nutzung aber auch über den Eigentümer und auf dem Grundstück lastende Hypotheken schnell abgerufen werden. Mit der Anbindung an das bundesweit einheitliche Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem Alkis sind nun auch die Daten aus Dresden für Großkunden wie Energieversorger, Telekommunikationsunternehmen oder Logistiker abrufbar. Dies, so Baubürgermeister Jörn Marx, bedeute eine enorme Erleichterung und Zeitersparnis bei allen Planungsprozessen. Die bundesweit einheitliche Datenstruktur sei auch ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer europaweit einheitlichen Geodateninfrastruktur.

Erleichterung bei Planungsvorhaben

Größter Nutznießer ist zunächst die Wirtschaft, erläutert Klara Töpfer, Chefin des Vermessungsamtes. Bei Wohnungsbauvorhaben, bei der Planung von Straßen oder Fernwärmeleitungen oder beim Verlegen von neuen Daten-Leitungen benötigen die Unternehmen Auskünfte über die verfügbaren Grundstücke und deren Eigentümer. Während die Flurstücke und die Art der Nutzung frei zugänglich ist, muss man für Auskünfte über die Eigentümer ein berechtigtes Interesse nachweisen. Wichtigstes Kriterium bei der Erteilung der Auskünfte sei hier der Datenschutz, so Töpfer. Mit der Zusammenführung der Daten wurde außerdem auch die Fehlerquote deutlich reduziert. Bisher, so die Amtsleiterin, habe zum Beispiel die unterschiedliche Schreibweise von Straßennnamen dazu geführt, dass Angaben aus drei verschiedenen Datentöpfen nicht zusammengeführt werden konnten. Die zeitaufwändige Fehlersuche entfalle nun. Ein weiterer Vorteil der neuen Technologie sei, dass der Datenaustausch mit den Grundbuchämtern nun völlig papierlos erfolgen könne. Im vergangenen Jahr wurden von den Mitarbeitern des Vermessungsamtes in mehr als 800 Fällen die Angaben zu Flurstücken geändert und rund 6.000 Katasterauszüge erstellt.

 

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