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Vom Wiener Loch zum Prager Carrée – Richtfest zehn Monate nach Baustart

In den Köpfen der Dresdner muss es sich erst noch festsetzen: Das Wiener Loch ist kein Loch mehr. Als er Bekannten vom anstehenden Richtfest erzählt habe und als Standort das Prager Carrèe nannte, zuckten sie mit den Schultern, erzählt Architekt Jan-Oliver Meding, Vorstand der Revitalis Real Estate AG. „Als ich dann sagte: Da, wo einst das Wiener Loch war, wussten sie sofort Bescheid.“ Er wünsche sich, dass das Wiener Loch auch im sprachlichen Sinn zum Prager Carrée werde, so der Vorstand. Im bildlichen Sinn ist es das ja bereits – heute wurde Richtfest an dem markanten Platz zwischen Hauptbahnhof und dem Eingang zur Prager Straße gefeiert. „Eine Oase in der Innenstadt“, nannte Meding das künftige Wohnensemble, in dem auch Gewerbe Platz finden wird und Marco Lehmann, Niederlassungsleiter beim Bauunternehmer PORR stimmte ihm zu.  Beim Richtfest allerdings war von der Oase noch nicht viel zu spüren – gefeiert wurde inmitten des betonlastigen Rohbaus. Der Inhalt von 3.700 Betonmischern wurde hier verarbeitet. Später soll der Innenhof begrünt werden – dann kommt eine 1,20 Meter hohe Schicht Erde auf die Decke der Tiefgarage.

Von 50 bis 140 Quadratmetern

„Es wird grün hier sein“, freute sich auch Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) auf das künftige Erscheinungsbild. Er sei froh, dass auf dem knapp 8.700 Quadratmeter großen Grundstück  241 neue Mietwohnungen entstünden sowie Platz für Gewerbeflächen. „Gerade mit dem Blick auf Dresden als wachsende Stadt mit jährlich knapp 6.000 neuen Einwohnern, kommt dem Wohnungsbau eine große Bedeutung zu“, sagte Marx. Für die Wohnungsgrößen im neuen Carrée von 50 bis zu 140 Quadratmetern gebe es eine gute Nachfrage. „Außerdem ist es eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Quartiers.“ Man komme nun vom Hauptbahnhof bis zur Hauptstraße, ohne an einer Brache vorbei zu müssen. „Schön, dass das Wiener Loch jetzt zu ist“, fasst er zusammen. „25 Jahre mussten wir das Grundwasser abpumpen und jährlich sehr viel Geld ausgeben, um keinen Swimmingpool an dieser Stelle haben.“

Revitalis-Vorstand hebt ab

Architekt und Revitalis-Vorstand Jan-Oliver Meding kommentiert das Bauprojekt aus luftiger Höhe:

Zum Richtfest gab es zwar auch Wasser: Das von oben sammelte sich in einigen Pfützen, das aus der Flasche landete in Gläsern. Natürlich wurde auch mit Sekt angestoßen  – und mit einem zünftigen Richtspruch vom Polier Steffen Fürst. „Glück und Segen diesen Häusern“, rief er, bevor er das Glas gegen den Beton warf. Im Anschluss ging er zusammen mit Revialis-Vorstand Meding und Porr-Niederlassungsleiter Lehmann in die Luft. Als sprichwörtlichen Höhepunkt des Richtfestes hatte die Firma ein „AirEmotion“ bestellt, eine Vorrichtung, bei der man sich mit einem Kran bis zu 60 Metern in die Höhe ziehen lassen kann. So konnten die Gäste das Ensemble, das im nächsten Sommer fertig sein soll, von oben ansehen. Der Vermietungsstart ist übrigens bereits im September dieses Jahres, ab Oktober soll eine Musterwohnung eingerichtet werden.

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