ADFC: Legale Zufahrt von Glacisstraße zur „kleinen“ Albertbrücke gekappt

Albertbrücke

Der ADFC hat eine schnelle Änderung der jetzigen Umleitungsregelung für Radfahrer an der Albertbrücke gefordert. „Seit Beginn der Sanierung der Albertbrücke besteht keine legale Möglichkeit mehr, mit dem Rad von der Neustadt kommend auf die Behelfsbrücke zu fahren“, kritisiert Dirk Spitzner, Vorstand im Dresdner ADFC. Nach Angaben der Stadtverwaltung nutzen täglich rund 7.500 Radfahrer die Brücke.

Ein Großteil der Radfahrer suche sich nun eine Route über den Gehweg zwischen Glacisstraße und Brücke – die einzig übrig gebliebene Verbindung, beschreibt Spitzner die Situation. Der Gehweg sei schmal, Konflikte blieben nicht aus. „Natürlich geht so eine Brückensanierung nicht ohne Einschränkungen einher. Es muss doch möglich sein, den Baustellenablauf so zu organisieren, dass Radfahrer hier wenigstens legal durchkommen. Genügend Platz für Radfahrer ist angesichts der gesperrten Autospuren ja eigentlich da. Ganz offensichtlich wurde der Radverkehr bei der Planung der Baustelle einfach vergessen“, so Spitzner.

Bürgermeister Jörn Marx und Reinhard Koettnitz, Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, hatten beim Start der Bauarbeiten vergangene Woche noch einmal ausdrücklich betont, dass für Fußgänger und auch für Radfahrer durch die Sanierung keine Behinderungen zu befürchten seien, weder auf noch unter der Brücke.

Der ADFC fordert eine schnelle Änderung der „absurden Situation“ und kündigte Gespräche mit dem Straßen- und Tiefbauamt an.

Autor: Winfried Schenk

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