Lichtermeer im Sternen-Stadion beim Adventskonzert des Kreuzchores    

Großes Kino im Stadion. Und um es vorwegzunehmen: Die dritte Folge des Adventskonzertes des Dresdner Kreuzchores am Freitagabend war die beste! Dabei lagen die Erwartungen beim Publikum nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren hoch. Und einen halben Tag zuvor hatte Stargast David Garrett krankheitshalber absagen müssen.

Doch die Enttäuschung der reichlich 23.000 Gäste, es waren 3.650 mehr als im Vorjahr. währte nur kurz. Sie freuten sich an dem, was sie geboten bekamen – und das war viel. Allein schon die Dekoration mit 250 Herrnhuter Sternen sorgte für weihnachtliches Ambiente per excellence. Die 22-jährige Musikstudentin Anna-Maria Reiß schickte als Garrett-Ersatz mit ihrer Violine ein wunderbares „Ave Maria“ auf den Rasen und in die Reihen und die 108 Kruzianer unter der Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile sorgten mit ihren glockenklaren Knabenstimmen für einige Gänsehautmomente –  spätestens dann, als zum „Sind die Lichter angezündet“ im Stadion ein Meer aus Handylichtern aufflammte. Und auch das Publikum durfte wieder mitsingen. ein. Zudem erfuhr es, wie groß die Summe war, die der Veranstalter des Adventskonzertes, die DKC Konzert- und Veranstaltungs UG, zugunsten der Förderung der Fußballjugend der SG Dynamo Dresden war. Die 3.000 Euro stammten aus dem Kartenverkauf an den Stadionkassen. Ein Euro pro Ticket war als Spendenbeitrag deklariert.

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Das Publikum sang wieder mit. Das Adventssingen im kommenden Jahr ist am 20. Dezember. Foto: Th. Wolf

Nach herkömmlichen Rezept wurde das Adventskonzert wieder mit Solisten geschmückt. So rockte Jocelyn B. Smith das Stadion, die österreichische Sopranistin Elisabeth Breuer ließ es kurz darauf gefühlig-schön schaudern. Schauspieler Samuel Koch, das mediale Paradebeispiel dafür, dass das Leben auch nach einem schweren Schicksalsschlag, in seinem Fall nach einem missglückten Salto in der Fernsehsendung,  „Wetten dass?“,  trotz Querschnittslähmung weiter gelebt werden kann, las die Weihnachtsgeschichte. Und Schauspielerin Franziska Troegner verknüpfte die Programmpunkte miteinander und auf eine sehr charmante Art und Weise.

Natürlich gab es die „Stille Nacht“, „Feliz Navidad“ und „Oh, du fröhliche.“ Musikalischer Genuss, trockenes Wetter, beste Stimmung. „Gemeinsames Singen verbindet die Menschen“, brachte es Kreuzkantor Roderich Kreile auf den Punkt. Glücklicherweise will er die Tradition fortsetzen: Im nächsten Jahr findet das Adventskonzert am 20. Dezember statt.

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