Nachhaltige Bewässerung der Bäume in der Stadt – Gießkannenheld:innen Dresden

Nachhaltige Bewässerung städtischer Bäume – Gießkannenheld:innen Dresden

Zum Tag des Baumes lancieren die Gießkannenheld:innen Dresden ihre neueste Initiative, indem sie die erste Bewässerungsstation in Betrieb nehmen und damit die Bewässerungssaison 2024 eröffnen.

In Zusammenarbeit mit der TU Dresden aktiviert die Initiative einen 1.000-Liter-Tank, der Regenwasser sammelt, um die städtischen Bäume zu bewässern. Dies markiert den Beginn einer Kampagne, die im Laufe des Jahres zur Installation weiterer Wasserspeicher an strategischen Standorten führen wird, um den Anwohner:innen die notwendige Bewässerung der Bäume zu erleichtern.

Städtisches Grün in der Krise

Angesichts der fortschreitenden Klimakrise wird die Rolle des städtischen Grüns für eine lebenswerte und funktionale urbane Umgebung immer deutlicher. In Dresden wachsen über 100.000 Bäume auf kommunalem Grund, die Schatten spenden, die Umgebungstemperatur senken, die Luftqualität verbessern, CO2 binden und die Aufenthaltsqualität in der Stadt erhöhen. Doch zunehmende Hitze und Trockenheit bedrohen die Bäume, machen sie anfällig für Schädlinge und Krankheiten und führen letztlich zu ihrem Absterben. Trotz intensiver Neupflanzungen sind in den letzten Jahren etwa 700 Bäume in Dresden verloren gegangen. Eine regelmäßige Bewässerung wird unter diesen Bedingungen immer entscheidender.

Startschuss für nachhaltige Bewässerung

Viele Bewässerungsinitiativen stehen vor der Herausforderung, geeignete Wasserquellen zu finden. Das Tragen schwerer Gießkannen ist mühsam und ineffizient. Die Gießkannenheld:innen Dresden bieten nun kostenlose Wassertanks und Anschlussmaterial an, um über die Dachentwässerung gesammeltes Regenwasser direkt bei den bedürftigen Bäumen zu speichern, wodurch wertvolles Trinkwasser gespart wird. Zielgruppen sind Anwohner:innen, Kolleg:innen, Wohnungsbaugenossenschaften sowie Bildungseinrichtungen, die zur Bewässerung des öffentlichen Grüns beitragen möchten.

Prof. Dr. Roswitha Böhm, Prorektorin für Universitätskultur an der TU Dresden, äußert sich positiv: „Mit der Einweihung der ersten Baumzisterne auf unserem Campus setzen wir ein Zeichen und möchten als exzellente und verantwortungsbewusste Hochschule Vorreiter sein. Die Bäume sind für die Lebensqualität auf unserem Campus und im städtischen Umfeld essenziell. Dieser zentral gelegene Regenwasserspeicher dient nicht nur als Blickfang, der auf die Klimakrise hinweist, sondern bietet auch die Möglichkeit, aktiv zu werden.“

Gunda Röstel von der Stadtentwässerung Dresden erläutert: „Die Initiative ist Teil unserer umfassenden Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und unterstützt unser Ziel, Dresden in eine Schwammstadt zu verwandeln. Wir bieten nicht nur Umweltbildung an, sondern integrieren das Projekt direkt in das städtische Leben.“

Dr. Peter Skyba, Dresden gießt/Gießkannenheld:innen Dresden, betont: „Die Bewässerung trägt wesentlich dazu bei, dass Bäume die Belastungen der Klimakrise überstehen. Darüber hinaus fördern die Gießaktionen den Zusammenhalt und das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt.“

Die Gießkannenheld:innen Dresden, ein Kooperationsprojekt der Stadtentwässerung Dresden und der Initiative Dresden gießt, zielt darauf ab, eine Infrastruktur für die Regenwasserspeicherung zu schaffen, die es Bürger:innen ermöglicht, das städtische Grün zu bewässern und so das Überleben der Stadtbäume in der Klimakrise zu sichern. Inspiriert von ähnlichen Projekten in anderen Städten kümmert sich die Initiative um die Bereitstellung der Infrastruktur und unterstützt bei der Standortwahl und beim Teambuilding.

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