Stadtentwässerung: Letzer Abschnitt des Anfangkanals wird ab Juni 2020 saniert

Bevor der Weihnachtsmann kommt, soll die Leisniger Straße wieder befahrbar sein. „In der 51. Kalenderwoche wird die Schwarzdecke auf die Straße gebracht. Im Gehwegbereich bleiben noch einige Nacharbeiten nach der Freigabe der Straße übrig“, sagte Klaus Künzelmann von der Drewag Netz am Dienstagabend im Stadtbezirksbeirat. Auch der Kreuzungsbereich in der Hubertusstraße werde über die Feiertage für den Fahrverkehr freigegeben. Ebenso würden die Arbeiten in der Moritzburger Straße abgeschlossen, bis auf einige Hausanschlüsse, deren Verlegung dann im Januar folge. Es war, wie im Verlauf des letzten Jahres, der erste Tagesordnungspunkt der Sitzung des Stadtbezirksbeirates.

Über die Pläne für den zweiten Bauabschnitt bei der Sanierung des Neustädter Abfangkanals informierten dann Vertreter der Stadtentwässerung Dresden. Dabei beantwortete Torsten Seiler, Gebietsleiter Investitionen bei der Stadtentwässerung Dresden, zunächst Fragen zur Fertigstellung des ersten Bauabschnittes in der Kötzschenbroder Straße. Verzögerte umweltrechtlichen Genehmigungen einerseits und unerwartete Hindernisse im Erdreich beim Errichten der Montagebaugruben andererseits – alte Fundamente und sehr festes Gestein – hätten den Aufbau des Hebers um fast drei Monate verlängert.

Eiko Steingräber vom zuständigen Planungsbüro ACI-Aquaproject Consult erläuterte dann den Bauablauf für den letzten 1.400 Meter langen Abschnitt von der Böcklinstraße bis zum Klärwerk Kaditz. Auch hier sei eine Heberleitung erforderlich, um das Abwasser während der Montage der neuen Rohrelemente umzuleiten. Die Nähe zur Flutrinne mache es möglich, die Heberleitung dort zu verlegen. Damit könnten langandauernde Straßensperrungen, wie jetzt in der Kötzschenbroder Straße, beim zweiten Bauabschnitt vermieden werden. In der Flutrinne sei eine Baustraße mit stabilen und hochwasserbeständigen Verankerungen für die Heberleitung geplant, betonte er.

Entlang des Abfangkanals müssten dann vier Baumontagegruben, teils bis zu zehn Meter tief, ausgehoben werden. Verkehrseinschränkungen seien nicht zu vermeiden, würden aber deutlich geringer sein, als jetzt, betonte Steingräber. Baubeginn soll im Juni 2020, Bauende im Januar 2022 sein. Die Heberleitung soll im September 2020 fertiggestellt sein.

In der Diskussion verwiesen die Beiräte vor allem auf die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation. So sollte für Anwohner und Gewerbetreibende ein ständiger Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Erfahrungen in der Kötzschenbroder Straße hätten zudem gezeigt, dass die Wegführung für die Radfahrer besser geplant werden müsse. Hier würde es noch Abstimmungen mit der städtischen Verkehrsbehörde geben, sagte Steingräber.

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