Radwege auf der Harkortstraße gefordert – Stadt sieht keine kurzfristige Lösung

153 Unterstützer hat eine Onlinepetition für eine Radverkehrsverbindung zwischen Bürgerstraße und Großenhainer Straße entlang der Harkortstraße gefunden. In beiden Fahrtrichtungen sollen auf der Harkortstraße Radfahrstreifen angelegt werden. „Das gegenwärtige Kopfsteinpflaster der Harkortstraße ist nicht sicher befahrbar und zwingt damit die Radfahrer, rechtswidrig die Fußwege oder den Gleisbereich der Straßenbahn zu nutzen“, heißt es zur Begründung im Text der Petition.

Nachdem die Zeichnungsfrist Ende Dezember nach zwölf Wochen ausgelaufen war, kommen die in der Petition geforderten Verbesserungen nun auf die Tagesordnung des Petitionsausschusses des Stadtrates. Die entsprechende Vorlage ist bereits um Ratsinfosystem zu finden. Die nächste Sitzung des Petitionsausschusses ist am 5. Februar, eine Tagesordnung gibt es noch nicht.

Die Petition fordert neben den Radfahrstreifen auf der Harkortstraße auch eine Verlegung der Ampel zur Querung der Bürgerstraße am Moritzburger Platz. Favorisiert wird dafür die Verlängerung des Radweges entlang der Gehestraße, so dass eine Benutzung für Fußgänger und Radfahrer möglich ist. „Zur Zeit befindet sich die Ampel so hinter einer Hausecke an der Bürgerstraße, dass eine Benutzung für Radfahrer ohne Behinderung der Fußgänger nicht möglich ist“, begründen die Antragsteller ihre Forderung.

Die Stadt plant Verbesserungen für Radfahrer auf der Harkortstraße. „Allerdings nur halbherzig“, erklärte Pieschens SPD-Stadtrat Stefan Engel im Gespräch. Aus einer Antwort auf eine von ihm gestellte Anfrage gehe hervor, dass im Zuge der Gleisbauarbeiten auf der Großenhainer Straße und beim Umbau der Haltestelle Liststraße die Fahrbahn auf der Harkortstraße im Abschnitt zwischen Liststraße und Großenhainer Straße auf der Südseite asphaltiert werden soll – ab 2021. „Das ist aber nur ein kurzes Stück, und dann nur auf einer Seite“, bemägelt Engel.

Eine Asphaltierung der restlichen Fahrbahn sei kurzfristig nicht geplant, weil die Deutsche Bahn AG die Eisenbahnbrücke erneuern will, so die Stadtverwaltung. Neue Radverkehrsanlagen in der Harkortstraße sollen erst mit der Erneuerung der Eisenbahnbrücke umgesetzt werden. Die SPD-Stadtratsfraktion will nun mit einem entsprechenden Antrag eine schnellere Verbesserung für die Radfahrer auf der Harkortstraße erreichen. Das Votum des Petitionsausschusses könnte den Druck auf die Verwaltung zusätzlich erhöhen.

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