Treff am Grillplatz: Kay und Ben Aubrecht präsentieren „Aubis Fishing“

Am Elbufer in der Nähe des Grillplatzes Eisenberger Straße stehen Kay und Ben Aubrecht. Ein leichter Nieselregen fällt aus dem dicht mit Wolken verhangenen Himmel. „Das ist eigentlich unser Lieblingswetter zum Angeln“, sagt Kay Aubrecht. Zusammen mit seinem Sohn Ben ist er in den letzten Monaten drei oder vier Mal in der Woche zum Angeln unterwegs. „Das hat mich durch die Corona-Zeit gebracht ohne in Trübsinn zu verfallen“, sagt der Unternehmer. Er ist Inhaber der SAM Produktion GmbH und organisiert mit seinem Team Events, Messen und andere Veranstaltungen drin und draußen. Die Dresdner Schlössernacht oder das Adventskonzert im Dynamo-Stadion gehören dazu. Etwa 180 Aufträge sind seit März weggefallen, das Ende der Auftragsflaute noch nicht in Sicht. Zusammen mit anderen Machern aus der Eventbranche hat er in der Nacht vom 22. zum 23. Juni das Elbufer in rotes Licht getaucht. „Alarmstufe Rot für hunderttausende Arbeitsplätze!“

Den Hecht hat Ben Aubrecht aus der Elbe geholt. Foto: Aubis Fishing

In der unerwartet freien Zeit war Kay Aubrecht viel mit seinem 14-jährigen Sohn unterwegs. Er selbst angelt seit seinem 12. Lebensjahr, sein Sohn war schon als Dreijähriger mit dabei. „Wir sind bekennende Kochtopfangler“, sagt Vater Kay. „Was wir mitnehmen und nicht wieder zurücksetzen, wird auch verspeist. In letzter Zeit gab es viel Fisch“, lächelt er. „Besonders Zander und Barsch schmecken sehr gut“, ergänzt Sohn Ben. Sie wissen, wie man den Fisch waidgerecht tötet und ausnimmt. Und sie können ihn auch zubereiten. Freunde und Bekannte haben schon von dem umfangreichen Angel-Know-How der beiden profitiert und wurden fit gemacht für den Urlaub.

Ben: Zander – siehe Foto – und Barsch schmecken am Besten. Foto: Aubis Fishing

Die Idee einer Angelschule waberte schon länger durch die Köpfe von Vater und Sohn, scheiterte aber bisher an der Zeit. Das hat sich in den letzten Wochen geändert. Fotos und eine umfangreiche Textsammlung wurden zusammengetragen, ein Name für die Angelschule ausgedacht und eine Homepage eingerichtet. „Aubis Fishing“ bietet nun Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, man kann sich das Grundwissen für das Angeln von Raubfischen und Friedfischen aneignen. Für Angelliebhaber, die in Dresden und Umgebung Urlaub machen, bietet Aubis Fishing geführte Angeltouren an. Unter dem Motte „Wir bringen Dich zum Fisch“ gehen sie auf Angeltour entlang der Elbe, in die Sächsische Schweiz, zu Talsperren oder ins Lausitzer Seenland. „Wir angeln an den Top-Spots auf Raubfisch und erleben eine einmalige Natur – schroffe Sandsteinfelsen, natürliche Untiefen, Kolke, verträumte Bacheinläufe, tiefe Kurven und geniale Spots mit Rückströmung“, heißt es in der Beschreibung für eine ganztägige Raubfischtour ab Pirna mit mindestens fünf Spots.

Zum zweitägigen Anglercamp gehört auch ein Fish-Kochkurs. Foto: Aubis Fishing

Heute allerdings wurde nicht geangelt. Der Termin am Grillplatz war die öffentliche Premiere für die neue Angelschule „Aubis Fishing“. Die Angeln wurden nur für die Fotografen ausgeworfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit den beiden auch Fische fängt, ist groß. „In den letzten Wochen haben wir  drei Zander und sechs Hechte gefangen und mit der Kamera dokumentiert“, sagt Kay Aubrecht. Aber auch Karpfen, Blei, Rapfen und viel Weißfisch hatten sie regelmäßig am Haken. Ben hat auch schon ein Stück Bauzaun, eine Bake, Socken und alte Lappen angelandet. Na dann, „Petri heil“.

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