Stromausfall in Dresden und Umland – mehr als 300.000 Haushalte betroffen

Aktualisierung, Dienstag 14.50 Uhr: Nach dem flächendeckenden Stromausfall am Montag Nachmittag untersucht die Dresdner Kriminalpolizei dessen Ursache mit Blick auf eine mögliche Straftat. „Aktuellen Erkenntnissen zufolge hat ein handelsüblicher Folienballon den Stromausfall ausgelöst. Gemeinsam mit den zuständigen Elektrotechnikern stellten Kriminalisten die Reste des Ballons in einem Umspannwerk im Dresdner Stadtteil Zschachwitz fest“, erklärte ein Polizeisprecher. Offensichtlich sei der Ballon zwischen zwei stromführende Leiter geraten und hatte einen Kurzschluss ausgelöst, der dann zum Stromausfall führte. Während die Untersuchungen der Kriminalpolizei andauern, wurde ein Zeugenaufruf gestartet. Die Polizei fragt: „Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht?“ Telefon Polizeidirektion Dresden: 0351 483 22 33.
Dienstagmorgen: Zur Ursache des großflächigen Stromausfalls am gestrigen Montag liegen erste Erkenntnisse vor. „Bei der Untersuchung der Störungsursache wurden verschmorte Reste eines Flugobjektes gefunden. Nach jetzigem Kenntnisstand wurde ein Sammelschienenkurzschluss von extern durch einen metallbeschichteten Ballon verursacht“, erklärte Viola Martin-Mönnich, Sprecherin der SachsenEnergie. Ob dieser Ballon gezielt gesteuert oder zufällig an die neuralgische Stelle des Einspeise-Umspannwerks Dresden Süd gelangt sei, wurde im Laufe des Abends von der Kriminalpolizei vor Ort untersucht, fügte sie hinzu.D
Gestern um 13.53 Uhr hatte es einen großflächigen Stromausfall in der Stadt Dresden und im Dresdner Umland gegeben. Grund dafür sei ein Ausfall der 110-kV-Anlage aufgrund einer Störung im Umspannwerk Dresden Süd gewesen. „Betroffen waren zunächst das Umspannwerk Altenberg sowie Ulberndorf, Leupoldishain, Heidenau, Dresden Süd Stadt und Land, die DB Energie und Pirna-Copitz. Eine Störungsausweitung im Anschluss sorgte für einen Störungsausfall im gesamten Stadtgebiet Dresden sowie im Umspannwerk Radeberg in Radebeul, Radeburg, Weixdorf, Großröhrsdorf, Freital, Nossen und Döhlen“, schilderte Mönnich den Ablauf des Blackouts. Mehr als 300.000 Haushalte im gesamten Versorgungsgebiet seien betroffen gewesen, darunter Hoch-, Mittel- und Niederspannungskunden der SachsenEnergie (Landnetz) der Stadt Dresden und Industriekunden sowie die Wasserwerke in Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz.

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