Verein Generationengemeinschaft hilft Jung und Alt unkompliziert im Alltag

Seit mehr als zwei Jahren hat der Verein Generationengemeinschaft Dresden-Nord seinen Sitz in der Leisniger Straße 55. Die derzeit 22 ehrenamtlichen Mitglieder engagieren sich bei der Betreuung von Hilfsbedürftigen aus allen Altersgruppen. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2015 hat sich dabei eine breite Palette von Angeboten entwickelt und bewährt, erzählt Vereinsvorsitzende Maria Forker. So gebe es Unterstützung und Begleitung bei Arzt- und Therapieterminen oder bei Behördengängen, wo es wichtig ist, dass keine Informationen verloren gehen. Es kann aber auch Hilfe beim Einkauf oder im Garten oder bei der Haustierpflege sein. Möglich sei auch die Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen, in eine Bibliothek oder beim Besuch von Grabstätten auf dem Friedhof.
Die meisten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Verein hätten ein Zertifikat als Nachbarschaftshelfer. Die Angebote des Vereins sind nicht kostenlos. Pro Stunde wird eine Gebühr von 6 Euro abgerechnet. Fünf Euro erhält der Hilfe Leistende, ein Euro dient – neben den Mitgliedsbeiträgen – der Finanzierung der Vereinsarbeit.
Oft suchen ältere Menschen auch Unterstützung beim Sichten, Sortieren und auch Aussortieren von Erinnerungsgegenständen oder Fotos. Ein anderes Angebot ist die vorübergehende Unterstützung bei einer Krankheit oder nach einem Krankenhausaufenthalt. Ganz wichtig sei bei allen Angeboten die Zeit zum miteinander reden, Erinnerungen austauschen oder um einfach mal ein Spiel zu spielen. Dafür hätten professionelle Pflegedienste keine Zeit. „Wir möchten ja auch dazu beitragen, alten Menschen einen Lebensabend ohne Vereinsamung zu ermöglichen“, sagt Christine Swaboda. Sie hat gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter die Gründung des Vereins vor sechs Jahren initiiert und war dessen erste Vorsitzende. Inzwischen hat sie diesen Job an Maria Forker weitergegeben, engagiert sich aber weiterhin als Vereins-Vize. Beide sind pensionierte Ärztinnen.
Aufgrund der Corona-Einschränkungen musste der Verein seine Sprechstunden im Dezember 2020 einstellen. Seit August 2021 sind wir wieder da, betont Maria Forker. Jeden ersten Donnerstag im Monat, also das nächste Mal am 4. November, von 10 bis 12 Uhr, findet im Gemeinschaftsraum des „mitalternden Stadthauses“ in der Leisniger Straße 55 die Sprechstunde des Vereins statt. „Wir haben noch freie Spitzen“, macht die Vereinsvorsitzende Mut, sich doch einfach mal zu melden. Das könne man auch ganz unkompliziert, indem man auf den Anrufbeantworter des Vereins-Handys (01575 8906537) spricht. „Wir rufen auf jeden Fall zurück“, verspricht sie. Außerdem, so die Vereinsfrauen, wolle man sich nach der Corona-Unterbrechung bei Nachbarn und Hilfebedürftigen wieder in Erinnerung rufen – und bei denen, die sich gern engagieren und im Verein mitmachen möchten.

Service:
Sprechstunde: jeden ersten Donnerstag im Monat, 10 bis 12 Uhr
Leisniger Straße 55, Gemeinschaftsraum
Hilfegesuch auf den Anrufbeantworter sprechen: 01575 8906537
Generationengemeinschaft Dresden Nord e.V. im Internet
Kontakt per Mail: kontakt@generationengemeinschaft-dresden-nord.de

Das könnte Sie auch interessieren …

Von digitalen Träumen zur Realität: Die faszinierende Entstehungsgeschichte der Kryptowährungen

Die Idee einer digitalen Währung, die unabhängig von Zentralbanken und physischen Grenzen existiert, war lange Zeit >>>

Die Zeckensaison beginnt – jetzt an den FSME-Impfschutz denken

Bereits sind die ersten Zecken aktiv. Angeline Ernst vom Amt für Gesundheit und Prävention der Stadt Dresden weist darauf >>>

Waldbrandsaison startet am 1. März

Das kann man sich bei den Regenfällen der vergangenen Tage und Wochen nur schwer vorstellen, aber am 1. März startet in Sachsen >>>

Deutschlandsemesterticket startet am 1. März

Wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) heute mitteilt, können rund 5.000 Studierende von fünf Dresdner Hochschulen >>>

Dresden erhält Anerkennung als „Lernende Stadt“ von der UNESCO

Die sächsische Landeshauptstadt wird damit Teil des internationalen Netzwerks für Lebenslanges Lernen.

Am 14. Februar >>>