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Bundesliga: Erstmals Heimspiele für E-Rolli-Fußballteams des SV Motor Mickten

Das Saisonfinale der deutschen Powerchair Soccer Bundesliga findet in diesem Jahr in Dresden statt. Die beiden E-Rolli-Fußballteams des SV Motor Mickten sind am 11. Juni zum ersten Mal Gastgeber für die Punktspiele. Die Saison 2021/22 bestehe aus nur zwei Spieltagen, erklärt Romy Pötschke, selbst begeisterte E-Rolli-Fußballspielerin. Nach dem ersten Turniertag im Mai in Barmstedt (bei Hamburg) liegen die Dresdner Power Lions auf Rang zwei. Aktuell, so Romy Pötschke, würden fünf Mannschaften antreten. Die Teams aus Bonn und München hätten sich wegen Ausfällen zu einer Mannschaft zusammengetan. Die Spiele finden in der Ballsportarena in der Weißeritzstraße statt.

„Alle interessierten Sportfans sind herzlich eingeladen, die beiden Dresdner Mannschaften Power Lions und Power Cats zu unterstützen. Der Eintritt ist frei. Gern dürfen Sie jedoch die Teams mit einer Spende oder durch den Kauf verschiedener Spezialitäten am Imbissstand in der Sporthalle unterstützen“, sagte Romy Pötschke.

Romy Pötschke, Abteilungsleiterin beim SV Motor Mickten, ist selbst begeisterte E-Rolli-Fußballspielerin. Foto: St. Wicklein

Powerchair Football, Power Soccer oder E-Rolli-Fußball, wie es im deutschen Sprachraum genannt wird, ist ein wettbewerbsfähiger Teamsport für Menschen mit hochgradiger Behinderung, die einen Elektrorollstuhl nutzen. Das Spiel wird auf einem regulären Basketballfeld gespielt. Zwei Teams mit je vier Spielern, drei Feldspieler und ein Torwart, kämpfen 2 x 20 Minuten um den Sieg. Die Elektrorollstühle sind mit einem Schutzgitter (Guard) vor den Füßen ausgestattet.
Es wird angegriffen, verteidigt und versucht mit Drehschüssen (Spin-Kick) Tore zu erzielen.

Deutschlands erste E-Rolli-Fußballmannschaft war 2017 in Dresden gegründet worden. Begonnen hatten die Spielerinnen und Spieler damals mit umgebauten Rollstühlen. Inzwischen ist die Ausstattung deutlich verbessert worden. So war Acacio Cossa von den Power Lions im März 2020 mit einer Crowdfunding-Kampagne für die Finanzierung seines Strike Force, einem speziell für E-Rolli-Fußball gebauten Sportrollstuhl, erfolgreich. Zwei weitere Strike Force kamen im März dieses Jahres dazu. Deren Anschaffung war vom Landessportbund Sachsen und der Stadt Dresden gefördert worden.

E-Rolli-Fußball wird auf einem Basketballfeld mit je vier Teammitgliedern gespielt. Foto: St. Wicklein

Erfolg hatte jetzt auch der jüngste Spieler im Team, Ludwig Leinweber. Schon nach der Hälfte der Crowdfunding-Periode für seinen Strike Force waren die erforderlichen rund 13.000 eingesammelt. Die Spendenaktion läuft noch 10 Tage. Jeder weitere Euro fließe nun in die Finanzierung der nächsten Turnierreisen, erklärte Romy Pötschke und hofft, dass sich noch genügend Spenderinnen und Spender finden. Ludwig ist 13 Jahre alt und wegen einer spinalen Muskelatrophie Typ II auf den Rollstuhl angewiesen. Bisher nutzt er beim E-Rolli-Fußball das Gefährt einer Teamkollegin. „Aber so konnten wir nie gleichzeitig trainieren oder spielen“, sagte er. Sein Traum ist die erfolgreiche Teilnahme am Epfa-Cup im August in Genf. Dort treffen die nationalen Auswahlen der E-Rolli-Fußballer aus Deutschland, Italien, Österreich, Schottland, Schweiz und Spanien aufeinander.

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