Am Sonntag geöffnet: Das Kraszewski-Museum

Tag des offenen Denkmals

Seit nunmehr drei Jahrzehnten laden jährlich Denkmäler zur Entdeckung ein. Unter dem Motto „Talent Monument“ rückt am Sonntag, dem 10. September 2023, erneut die Denkmallandschaft in den Fokus.

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die außergewöhnlichen Merkmale, die Denkmäler auszeichnen. Dabei geht es nicht nur um die prominenten „Denkmal-Stars“, sondern insbesondere um die weniger beachteten, unbekannten, und möglicherweise ungeliebten oder übersehenen Talente. Einige Denkmäler bieten auch Raum für andere Talente, sei es für die Ausbildung oder die Entfaltung künstlerischer und sportlicher Fähigkeiten. Handwerker, Restauratoren und freiwillige Helfer sind die Talente hinter den Denkmälern.

Vielfältige Veranstaltungsorte bieten kreative Angebote für Jung und Alt, für die gesamte Familie. Ein Beispiel ist der Mal-Sonntag an der Zionskirchruine, der von 10 bis 14 Uhr stattfindet und von Maler und Bildhauer Olaf Klepzig geleitet wird. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kreative Angebote für Jung und Alt an verschiedenen Veranstaltungsorten, die die gesamte Familie ansprechen.

Debatte über umstrittene Denkmäler

Am Sonntag, dem 10. September 2023, um 15 Uhr, lädt die Landeshauptstadt Dresden anlässlich des Tags des offenen Denkmals® 2023 zu einer Diskussionsveranstaltung in die blaueFaBRIK e. V. in der Eisenbahnstraße 1 ein. Der Eintritt ist kostenfrei. Diese Veranstaltung widmet sich der Präsenz umstrittener Denkmäler im öffentlichen Raum. Insbesondere in Dresden haben jüngste Debatten über kontroverse Denkmäler, wie zum Beispiel das Wandbild „Der Weg der Roten Fahne“ an der Westseite des Kulturpalastes oder den Gedenkobelisk in Nickern für die Opfer der Luftangriffe von 1945, erneut zu einer intensiven Auseinandersetzung mit unserem kulturellen Erbe geführt.

Die Diskussionsrunde trägt den Titel „Kontaminiert und problematisch – die Ambivalenz des kulturellen Erbes im öffentlichen Raum“. Ihr Ziel ist es, wichtige Fragen zu beleuchten: Welche Wandlungen haben historische Denkmäler in ihrer Bedeutung erfahren? Wie kann eine vielfältige städtische Gesellschaft in einer Demokratie damit umgehen? Aus verschiedenen Perspektiven soll die Bedeutung des öffentlichen Raums als Ort der Begegnung und Reflexion über die Vergangenheit in einer vielfältigen städtischen Gemeinschaft betrachtet werden.

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch betont: „Die Auseinandersetzung mit ambivalentem kulturellem Erbe ist für jede Stadtgesellschaft von entscheidender Bedeutung. Wir stehen vor der Herausforderung, einen Weg zu finden, der es uns ermöglicht, unsere Vergangenheit zu reflektieren, ohne die Zukunftsvision unserer vielfältigen Stadtgemeinschaft zu gefährden. Diese Diskussion ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

An der Veranstaltung nehmen folgende Expertinnen und Experten teil: Svea Duwe, eine freischaffende Künstlerin aus Dresden, wird die Rolle der Kunst im Umgang mit dem kulturellen Erbe beleuchten. Die Historikerin Dr. Caroline Förster, Geschäftsführerin des Dresdner Geschichtsvereins und Herausgeberin der Dresdner Hefte, wird die Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Erinnerungskultur reflektieren, die sich seit Jahren mit der Gestaltung und Vermittlung von Denkmälern auseinandersetzt. Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus Annekatrin Klepsch wird Einblicke aus Sicht der Stadtverwaltung in laufende Initiativen und Überlegungen zum Umgang mit Denkmälern im öffentlichen Raum geben. Jörg Scheller, Kunstwissenschaftler, Journalist, Musiker und Professor für Kunstgeschichte am Departement Fine Arts der Zürcher Hochschule der Künste, wird über die Interaktion, Kommunikation und Rezeption von Denkmälern aus schweizerischer Perspektive berichten. Die Podiumsdiskussion wird von Dr. Jörg Bochow, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste und Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden, moderiert.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dresden.de/denkmaltag

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